Action für draussen - Baumwelt

Laubrodeln

Ein absoluter Hit unter den lebhaften Spielen im Wald war bei den Kindern des Baum-Welt-Teams das Laubrodeln. An einem abschüssigen Hang im Wald haben wir uns auf einen stabilen Müllsack wie auf einen Schlitten gesetzt und sind den Abhang hinuntergerutscht. Dieser „Schlitten“ muss allerdings wirklich einigermaßen dick und fest sein; dünne Müllbeutel sind nach dem ersten „Rodeln“ sofort kaputt.

Am besten rodelt es sich natürlich im Herbst, wenn das Laub gerade frisch gefallen ist. Doch in „unserem“ Buchenwald sind wir auch mitten im Sommer gerodelt. Und für eine zünftige Laubschlacht reicht das Laub eigentlich immer - allerdings sollte es dafür wirklich trocken sein!

Schnitzen

Den meisten Menschen (nicht nur Kindern!) macht es sehr viel Freude, etwas aus Holz zu schnitzen. Und schnitzen kann jeder - auch kleinere Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Wenn ihr die wichtigsten Regeln beim Schnitzen (nur im Sitzen und immer vom eigenen Körper weg schnitzen und genügend Abstand zu anderen halten) beachtet, kann eigentlich nichts passieren.

Du brauchst nur Holz und ein Messer. Das kann ein spezielles Schnitzmesser mit einer kürzeren Klinge sein oder ein normales Taschenmesser, das allerdings wirklich scharf sein muss.

Junges Astholz von Birke, Hasel, Pappel, Linde, Erle oder Kirsche ist besonders geeignet zum Schnitzen. Es sollte noch nicht durchgetrocknet und nicht dicker als 4 cm sein. Harte Hölzer wie Eiche und Buche sind schwerer zu bearbeiten ebenso wie Nadelhölzer, die klebrigen Harz absondern.

Am besten fängst du erst einmal damit an, die Rinde eines Astes wegzuschnitzen. Dabei wirst du erste Erfahrungen sammeln, wie du das Messer handhaben kannst und wie das Holz reagiert.

Für das Spiel „Ringe werfen“ nehmt ihr 5 Asthölzer, die etwa 30-35 cm lang sind und angespitzt werden. Am oberen Ende werden 2 oder 3 oder 5 Ringe eingekerbt. Dann müsst ihr noch 3 Ringe aus biegsamen Ästen (z.B. von Weide oder Birke) flechten, die einen Durchmesser von etwa 15 cm haben sollten. Die Stäbe werden in den Boden gesteckt und ihr versucht abwechselnd, die Ringe über die Stäbe zu werfen. Wer erreicht die meisten Punkte?

Anders sehen

Das Spiel „Fotograf und Kamera“ wird zu zweit gemacht: einer ist der Fotograf, der andere ist die Kamera. Die „Kamera“ hat die Augen geschlossen und wird vom Fotografen geführt. Wenn dieser etwas entdeckt hat, was er „fotografieren“ möchte, stellt er die noch blinde „Kamera“ darauf ein. Er bewegt ihren Kopf so, dass das Fotoobjekt genau im Blickwinkel der Kamera liegt. Dann drückt er auf den „Auslöser“, d.h. er gibt durch einen leichten Druck auf die Schulter für die Kamera das Signal, die Augen für einige Sekunden zu öffnen und das „Bild“ aufzunehmen. So werden mehrere „Aufnahmen“ gemacht - am besten schweigend, bevor die Rollen getauscht werden und der Fotograf zur Kamera wird und umgekehrt. Es versteht sich von selbst, dass der Fotograf seine blinde Kamera behutsam und fürsorglich behandelt, damit sie sich vertrauensvoll von ihm führen lassen kann.

Abschließend tauscht ihr euch über das Erlebte aus. Erinnert ihr euch an alle Bilder, die ihr als Kamera aufgenommen habt? Ihr könnt auch eins dieser Bilder „entwickeln“, indem ihr es für den Fotografen etwa in Postkartengröße aufzeichnet.

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